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Sondershausen
Musik- und Bergstadt Sondershausen
Die Kreisstadt des Kyffhäuserkreises liegt im Norden Thüringens und ist ca. 50 km von der Landeshauptstadt Erfurt entfernt. Der Schwerpunkt in der Kulturarbeit der Stadt liegt, wie der Beiname schon sagt, im Bereich der Musik.
Die Stadt kann auf eine lange Tradition auf dem musikalischen Sektor zurückblicken. Das erste nachweisbare Orchester wurde im Jahr 1637 gegründet. Später folgte die Fürstliche Hofkapelle, die sich seit 1920 Loh-Orchester nennt. Das Carl-Schroeder- Konservatorium, die vielen musikalischen Vereine und Chöre sowie die Kantorei der Stadtkirche St. Trinitatis zeugen von der Musikalität der Stadt. Die Konzerte, die das Loh-Orchester regelmäßig gibt, erfreuen sich auch über die Stadtgrenzen hinaus, großer Beliebtheit. Natürlich hat die Stadt auch noch weitere kulturelle Veranstaltungen zu bieten. Die Nordthüringer Kulturnacht, das Residenzfest, das Wein- und Bierfest und auch der Weihnachtsmarkt locken jedes Jahr viele Besucher nach Sondershausen. Des Weiteren ist die Stadt eine regionale Karnevalshochburg. Zehn Vereine organisieren den jährlichen Rosenmontagszug.
Sonderausstellung im Schlossmuseum Sondershausen
2011 ist das Jahr von Franz Liszt (1811 – 1886). Der Komponist, der besonders durch seine Operetten Berühmtheit erlangte, war selbst erklärter Kosmopolit. Doch hin und wieder führte ihn sein Weg nach Sondershausen. In diesem Jahr ist ihm eine ganze Ausstellung gewidmet. Daneben gibt es eine weitere Ausstellung, wo Werke eines anderen, wenngleich unbekannteren Künstlers zu sehen sind. Der Name des Künstlers ist Carl Schepping (1803 – 1885). Schepping war Architekt, Schüler des Karl Friedrich Schinkel und Zeitgenosse Liszts. Er blieb, im Vergleich zu ihm, jedoch recht unbekannt. Sein Lebensmittelpunkt war Sondershausen. Die Lohhalle, ein Musikpavillon für die fürstliche Hofkapelle, wurde von Schepping geschaffen. In den 1970er Jahren, wurde sie jedoch abgerissen. Ein Modell des Pavillons wird in der Ausstellung ebenfalls zu sehen sein.
Sightseeing der besonderen Art
Wer sich für interessante Geschichten aus der Vergangenheit interessiert, der sollte das Hotel „Zum Erbprinz“ aufsuchen, denn davor steht stets das Zimmermädchen Sophie. Mitte des 19. Jahrhunderts hat sie dort gearbeitet. Nun unterhält sie die Besucher mit musikalischen Anekdoten. Sie erzählt nicht nur von ihrem eigenen Schicksal, sondern kennt auch allerlei Begebenheiten aus der Sondershäuser Musikgeschichte. Sie weiß so manches über Liszt und Reger, über die Fürsten und einige andere Bürger zu erzählen.


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